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Tipps und Infos für Autoren: Selbstverleger  

 

Der Selbstverlag

"Der Selbstverlag (auch: Eigenverlag) bezeichnet die Herausgabe eines Buches oder anderer Publikationen durch einen Autor selbst (Selbstverleger). 

Einen technischen Durchbruch für das Selbstverlagswesen eröffneten Mitte der 1990er die Möglichkeit zur Herstellung von ´Abrufbüchern´ im Book-on-Demand-Verfahren sowie Ende der 1990er, ausgehend vom englischen Sprachraum, die Verbreitung von E-Books und die Einrichtung von Selfpublisher-Zugängen durch die Hersteller von E-Book-Readern – ein Umstand, der sich teilweise bereits auch in der (Selbst-)Bezeichnung von Selbstverlegern in das Englische ´Selfpublisher´ oder, sich ableitend von der Unabhängigkeit von Verlagen, in ´Indie-Autor´ niederschlägt.  

Wie in allen anderen Geschäftsbereichen bestimmten und bestimmen zu allen Zeiten Angebot und Nachfrage, ob ein Autor sich verlegen lässt oder im Selbstverlag seine Werke zu vertreiben sucht. Über die Qualität eines Buches sagt allein der Vertriebsweg nichts aus – nicht selten werden auch von Verlagen vertriebene Titel auf Bestsellerlisten von Literaturkritikern verrissen. 

Auch in Deutschland hat, angestoßen durch den Start des Kindle Direkt Publishing-Programms von Amazon im April 2011, die Zahl der Selfpublisher signifikant zugenommen. Einige Autoren erreichten bereits fünf- und sechsstellige Verkaufszahlen. Sieben der Top-10- und 49 der Top-100-Bestseller der ersten Jahreshälfte 2012 im deutschsprachigen Kindle-Shop wurden von Selfpublishern veröffentlicht."

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstverlag)

 

Man sollte sich aber immer bewusst sein, dass es unendlich schwer ist auch mit einem guten Manuskript , als Autor Geld zu verdienen. Wem es gelingt, seine Unkosten zu decken, gehört schon zur priviligierten Schicht der Autoren. Das soll keinesfalls mutlos machen, denn Ausnahmen bestätigen die Regel, aber realistisch darstellen, dass ein gutes Buch noch kein Treffer zum Gewinn ist, dennoch Chancen hat.

 

Buchformat, Cover und Illustrationen 

Als Selfpublisher müssen Sie sich um ein passendes und ansprechendes Cover und/oder Illustrationen zu Ihrem Buch selbst kümmern. Es ist ratsam, einen Dienstleister zu beauftragen, der mit hochwertigen Programmen arbeitet und damit eine gute Druckqualität liefern kann.

Wichtig ist im Vorfeld die Wahl des Buchformats, da fast alle Plattformen bzw. Anbieter unterschiedliche Größen anbieten. Daher muss man sich vor Auftragserteilung an Satz/Layout und Coverdesigner für eine Plattform entscheiden und damit für ein Buchformat, das sowohl in der Bearbeitung von Satz/Layout als auch in der Covererstellung eine wichtige Bearbeitungsgrundlage darstellt. Ansonsten können Nacharbeiten entstehen, die zusätzlichen Aufwand und Kosten mit sich bringen.

 

Titelrecherche und Titelschutz 

Ob ein Buchtitel bereits vergeben ist, sollte man aus eigenen Marketinginteressen prüfen. Zur Recherche und für den Schutz eines Titels finden Sie hier einige relevante Seiten: http://www.autoren-magazin.de/titelschutzanzeige.phtml

 

Direkt Publishing E-Book  

Zurzeit sind z. B. das Kindle Direkt Publishing-Programm von Amazon, neobooks von Droemer-Knaur, BookRix und BoD für die Veröffentlichung von E-Books interessant. Der Service ist kostenlos

 

Es gibt aber noch einige andere, unterschiedlich große Plattformen, die man im Internet findet. E-Book-Einsteiger finden auf dem Markt außerdem viele Ratgeber, aber auch Erfahrungsberichte und Blogs.  

 
E-Book-Konvertierung

Die Konvertierung des bearbeiteten Manuskriptes in ein E-Book-Format (ePUB, MOBI, AZW) lässt man entweder von seinem gewählten Anbieter (die diese meist mit anbieten) oder von einem darauf spezialisierten Unternehmen (siehe Google) vornehmen, da diese das erforderliche Equipment dafür besitzen (Letzteres wird aber nur dann empfohlen, wenn der Anbieter diesen Service nicht stellt).  

PDFs sind für E-Book-Reader nur bedingt oder nicht geeignet, da sie nur wenige Layout-Vorgaben enthalten und somit schlechte Ergebnisse liefern können. Es gibt auch einige kostenfreie Programme (z. B. Calibre, Mobipocket) zur Konvertierung, die ein recht respektables Ergebnis liefern können, wenn das Layout des Manuskriptes nicht anspruchsvoll ist. 

 

Direkt Publishing Print  

Für die Veröffentlichung und den Druck von Büchern tritt man aktuell z. B. bei Amazon CreateSpace keine Rechte an den Anbieter ab, außerdem ist es in der Grundversion komplett kostenlos, es fallen auch keine versteckten Kosten an, wie z. B. Datenhaltungskosten o. Ä. Amazon zieht natürlich wie alle Anbieter seinen Anteil vom Gewinn (35 bis 70 % Tantiemen erhält der Autor, vom Buchpreis abhängig) sowie die Druckkosten pro Buch ab. Die Druckkosten sind fair und können vorab eingesehen werden (Bücher mit farbigen Illustrationen kosten mehr, dafür sind s/w-Bilder immer kostenfrei mit abdruckbar).   

Bald wird nach Aussage von Amazon auch die deutsche Version von CreateSpace zur Verfügung stehen (hier eine deutsche Anleitung).  

Den Preis seines Buches (Mindestverkaufspreis + Steuer) kann man mittels Aufschlag der gewünschten Marge selbst festlegen, ist nicht vertraglich oder zeitlich gebunden und ist jederzeit frei und unabhängig, eine andere oder zusätzliche Form der Verlegung seines Buches zu entscheiden.

 

Es gibt natürlich auch für diesen Service viele andere, unterschiedlich große Plattformen bzw. Dienstleister. Da sich der Markt bewegt und damit auch die Angebote, ist es ratsam, aktuelle Vergleiche (Mindestverkaufspreis, Marge, Reichweite bzw. Plattformgröße, Benutzerfreundlichkeit usw.) anzustellen, um den für seine Ansprüche besten Anbieter zu finden.
  

Book-on-Demand Print + E-Book 

Die Book-on-Demand-Unternehmen (wie z. B. BoD, BookRix, tredition, epubli u. v. a.) haben einen gemeinsamen Service, indem sie Buch und E-Book mit eigener ISBN auf relevanten Onlineshops (z. B. Amazon, buch.de, Thalia, Hugendubel, tolino, iBooks, kobo u. a.) kostengünstig anmelden. Das ist insofern für die Autoren interessant, die diese Anmeldevorgänge nicht selbst vornehmen möchten oder können. Nachteil daran ist aber, dass das Autorenhonorar bei Verkäufen auf diesen anderen Onlineshops um einiges geringer sein kann als die vereinbarte Marge, welche nur für Verkäufe auf der Dienstleisterplattform gilt.    

Alle Leistungen, die von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich sein können, sollte man prüfen bzgl. kritischer Punkte wie: Kosten, Vertragslaufzeit, Abtretung der Buchrechte/Vertriebsrechte bzw. Rückkauf dieser, zu hohe Mindestverkaufspreise und damit geringere Verkaufschancen, Pflichtabnahmen der eigenen Bücher, geringere Marge bei Verkäufen auf anderen Onlineshops u. a. m. 

Es ist zu empfehlen, alle Kosten/Bedingungen (vor allem Kleingedrucktes/AGBs) zu vergleichen, bevor man sich für einen Dienstleister entscheidet.

 

 

Hinweis:

Als Selfpublisher kann man – wie aus o. g. Möglichkeiten ersichtlich – Print + E-Book bei einem Unternehmen veröffentlichen oder aber getrennt auf zwei verschiedenen Plattformen. Man sollte Vor- und Nachteile abwägen, um die Variante, die strategisch am besten zu den Vorstellungen und Möglichkeiten des Autors sowie der Chancen für Buch/E-Book passt, zu finden. Maßgeblich dazu können z. B. die Größe und damit das Erreichen einer gewissen Leserschaft einer Plattform, der Service, die Qualität, die Kosten, die Absatzchancen, die Marge, die Beibehaltung der Buchrechte etc. sein.

 

 

Eine eigene PR und Marketing Ihres Buches oder E-Books ist sowohl bei Selbstverlegung als auch beim Book-on-Demand-Verfahren wichtig und notwendig, damit die Leserschaft von Ihrem Werk informiert wird (z. B. eigene Homepage; Blog; Visitenkarten; Leseproben; Lesezeichen; Buchtrailer; Flyer; Social Networks, wie Facebook, Google+, Twitter & Co.)

 

 

Infos zu gesetzlichen Vorgaben (wie ISBN, Impressum, Ablieferungspflicht, Urheberrecht) finden Sie unter Rechtliches.    

 

 

 

 

 
        

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